„Scribble“ findet sich als Oberflächengestaltung auf vielen meiner Objekten wieder. Als Kind habe ich alles zerkritzelt was mir unter die Finger gekommen ist. Die ersten Striche die sich auf die Keramik schlichen waren Abreaktionen. Ich war es satt Motive zu wiederholen und auf Bemerkungen wie … „der Engel lacht aber nicht so lieb wie der andere „… „das ist aber keine echte Monblume“… ich hab mich selbst erlöst aus dem Gefallen wollen. Die Striche verselbständigten und verdichteten sich, immer fester und sicherer wurden sie.

Kritzeln ist meine ganz persönliche Wiederentdeckung des Schreibens und des Zeichnens.

Unmittelbar konfrontiert es mich mit meiner Gefühlswelt und bringt intensiv zum Ausdruck, was nicht in Worte gefasst werden will.

2008 habe ich das erste 90 cm hohe Gefäß zerkritzelt, nächtelang, stundenlang mit beiden Händen abwechselnd und gleichzeitig.  Immer dichter bis mir das Gefäß als ein Gewebe erschien das kein festes Gefüge hat. Das Gefäß wurde 2009 für den Keramikpreis in Alcora nominiert.

Fotos: Johannes Gellner

 

2019 entstand eine Serie, die großflächig mit Oxiden,  Gold und Platin bemalt ist, gestalterisch frei und kräftig in den Farben. Eine dem Tanz ähnliche Beweglichkeit ist spürbar .

Durchscheinendes,  glasiertes und geschliffenes Porzellan in seiner puren Schönheit. Hier steht das Formenspiel, Licht und Schatten im Vordergrund.

 

Porzellan ist die feinste der keramischen Massen, durchscheinend und anspruchsvoll bereits in der Verarbeitung.  Anfangs habe ich vor allem Schmuck und Wandobjekte aus Porzellan gestaltet. Seit einigen Jahren ersetzt das Porzellan auch das Steinzeuggeschirr. Da mir immer wieder was Neues einfällt sind die alten Steinzeugtassen und Becher jetzt rare Sammlerstücke.

Fotos: Michael Nier

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